Dienstag, 22. Januar 2013
DIENSTAG15#Flashbacktuesday
Ich ernenne diesen Dienstag zum Flashbacktuesday. Grund dafür war die Welcome Back Party für meine Freundin Laura, die aus Dublin zurückkehrte. Ich und meine Freunde reservierten unsere Stammbar und lockten sie unter einem Vorwand in die Bar, sodass sie dann lauthals von all ihren Lieben überrascht worden ist. Sie sah glücklich aus, hat sie uns alle und ihr zu Hause doch mittlerweile auch schon vermisst.
Dann erinnerte ich mich ca. ein Jahr zurück an meine Welcome Back Überraschungsparty. Nach meinem Auslandsstudium in Paris habe ich mich total gefreut alle wieder zu sehen. Aber es war auch traurig die neu gewonnenen Freunde und sein Leben in Paris wieder zu verlassen. Das Ganze ist fast ein Jahr her und die Zeit verlief unglaublich schnell. Was davon übrig blieb?
Freunde, die um den Globus verteilt sind und viele schöne Erfahrungen und Erinnerungen, wie um 5 Uhr Nachts auf dem Place du Trocadéro auf die erste Metro zu warten. Mit vielen Leuten aus der Zeit habe ich heute noch Kontakt, online natürlich, per Skype oder Facebook. Gestern haben mein Freund und ich sogar in einer Skype Konferenz mit Freunden aus Brasilien einen Flug nach Sao Paulo gebucht um sie dort zu besuchen.
All dies wäre nicht möglich, wenn ich nicht online wäre und meine Kontakte dort nicht pflegen würde. Manchmal spielt es sogar keine Rolle ob sich diese in Sao Paulo, Atlanta, Paris, Berlin oder Düsseldorf befinden. Es bleibt einfach keine Zeit sich regelmäßig außerhalb von virtuellen Räumen zu treffen. Soziale Netzwerke vereinfachen die Kommunikation, obwohl sie echte Treffen nicht ersetzten können, die mir lieber wären. Sie überwindet aber lokale Grenzen und macht Kommunikation weniger anstrengend und bequemer. Gleichzeitig fordert sie aber doch immer und überall erreichbar zu sein.
Dieser Forderung setzte sich Alex Rühle entgegen und startete ein Experiment, welches wir heute im Seminar besprochen haben: Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline. Puh, was würde das für mich bedeuten? Ich glaube es wäre ein massiver Einschnitt für mich. Ich benutze mein Smartphone mehrmals täglich um online zu gehen. Es sagt mir wie das Wetter heute wird, wann ich mit welchen Transportmitteln irgendwo hinkomme, es stellt mir meine Unterrichtsmaterialien zu Verfügung, stellt mir meine Mails durch, informiert mich über das Tagesgeschehen, navigiert mich und lässt mich meinen Tag organisieren.
Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht wie ich das überhaupt hinkriegen könnte, da online sein und kommunizieren sowohl in meinem Studium als auch bei der Arbeit ein fester Bestandteil geworden ist, den ich zudem auch in meinem Privatleben nicht missen möchte.
