Dienstag, 12. Februar 2013

DIENSTAG18#Berlinale2013




Berlin ist immer wieder einen Besuch wert und erst recht zur Berlinale. Die letzten 6 Tage kommen mir vor wie zwei Wochen. Ich bin noch etwas erkältet, schlafe definitiv zu wenig und ernähre mich ungesund. Dafür nutze ich meine Akkreditierung aus und habe schon viele Filme sehen können. Zum Glück muss ich mich, dank der Fachbesucher Akkreditierung , nicht jeden Tag für Karten anstellen. Wie letzte Woche bereits erwähnt gibt es Screenings der AG Kino in den Hackeschen Höfen. Besonders schön ist natürlich, dass ich mir das Hotelzimmer mit meinen fünf Kommilitonen teile und wir, spätestens nach der letzten Vorstellung, noch was zusammen machen können.


Zunächst war ich heute mittag in der Pressevorführung von Side Effects von Steven Soderbergh mit Jude Law, Rooney Mara und Catherine Zeta-Jones. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt des Films steht eine junge, depressive Frau, gespielt von Rooney Mara, die mithilfe von Tabletten wieder am Alltagsleben teilnehmen soll. Die titelgebenden Nebeneffekte jedoch bringen ihren Therapeuten (Jude Law) in eine missliche Lage, sodass er um seine Anerkennung und Existenz als Arzt kämpfen muss. Der Spannungsbogen wird stets hoch gehalten durch eine kalte, fast dunkle, Atmosphäre und trickreiche Twists, die ein gekonntes Katz-und-Maus-Spiel bis zum Ende auf den Höhepunkt treiben.



Nach dem Film musste ich mich ziemlich hetzen, weil es direkt mit der Tradeshow von StudioCanal weiterging. Sie fand in der wunderschönen Astor Filmlounge am Kurfürstendamm statt. Dort konnten wir uns nach einer kurzen Einführung und einem Buffett The Place Beyond the Pines, von den Machern von Drive, und I give it a year!, eine britischen Komödie, anschauen. Besonders der erste Film gefiel mir sehr gut.


Die nächsten zwei Bilder sind ein Nachtrag der vergangenen Woche:
Regisseur und Ensemble von Les Miserables: Tom Hooper, Amanda Seyfried, Eddie Redmayne, Anne Hathaway, Hugh Jackmann


Hallo Joseph Gordon Levitt! Es ist tatsächlich passiert. Ich konnte ihn treffen und sogar kurz mit ihm reden. Er war nett und hoch professionell. Er tat mir aber fast schon etwas Leid, wie er immer wieder das gleiche sagen musste. Den Film konnten wir uns danach im Friedrichstadtpalast angucken. Don John's Addiction gehört definitiv zu meinen Favoriten dieses Jahr.

Erste Reaktionen auf Facebook: Pic or it didn't happen! Bittesehr:




Heute Abend geht es dann noch auf die Deutschlandpremiere von Hänsel & Gretel: Hexenjäger. Puh, vielleicht mache ich aber vorher noch ein kleines Nickerchen. Die warme Milch ist schon da!




Grüße aus Berlin!


Nachtrag zu ein paar Filmen, die mich sonst noch im Berlinale-Programm angesprochen haben:

Promised Land
Matt Damon hat mal wieder ein Drehbuch geschrieben! Diesmal mit dem The Office-Star John Krasinski zusammen, wobei es sich beide nicht nehmen lassen die schauspielerische Leistung des jeweils Anderen zu toppen. Politisch, aktuell und aufrüttelnd soll der Plot um ein Erdgasunternehmen sein, das eine kleine Ortschaft in den USA aufkaufen will um mittels "Fracking" das gasförmige Geld aus dem Boden zu pressen. Das umstrittende chemische Verfahren wird aktuell vielerorts angewendet, um die Wirtschaftlichkeit für die Erdgasförderung zu erhöhen. Der Wirtschaftsriese liefert sich im Film einen Kampf mit einer Umwelthilfsorganisation um die Stimmen der Kleinstadt. Wer am Ende die Bürger überzeugt, kann ich natürlich nicht verraten.

Don Jon's Addiction
Don Jons Leben weist einige klare Regeln auf: Die sonntaglichen Kirchengänge sowie die darauffolgenden Abendessen mit der Familie. Sein schwarzer Sportwagen, den er, wie seine Wohnung, peinlich genau pflegt. Das Fitnessstudio. Die Jungs, mit denen er immer feiern geht und die vielen One-Night-Stands. Doch eine Sache zieht er dem allen vor: Pornos. Joseph-Gordon Levitt hat eine ganz genaue Vorstellung wie das Leben eines Pornosüchtigen aussieht. Als Regisseur (und Hauptdarsteller) sorgt er mit coolen Schnitten und gut gemischter Musik für eine lässige, witzige, sexuelle Aura rund um seine Hauptperson, für die man direkt mitfiebert. Schließlich ist er ja nur auf der Suche nach einer 10. Erreicht Barbara (Scarlett Johansson) die Höchstnote auf der Skala und gibt Jon seine geliebten Pornos für sie auf?
Der Film verfolgt eine klare Linie und hat mich die ganze Zeit unterhalten. Auch aufgrund seines unglaublich homogenen Casts und einem hochaufspielenden Leinwandpaar Levitt/Johansson.