Dienstag, 8. Januar 2013

DIENSTAG13#Liebe

Das heutige Seminar hatte das Thema Liebe in Zeiten des Internets.
Bereits zu Anfang wurde uns die Frage gestellt, was denn Liebe sei. Die Reaktionen hielten sich zurück. Wie sollte man diese Frage bloß beantworten? Sie ist ein beliebtes Forschungsgebiet in vielen Disziplinen und es gibt unzählige Definitionen und Überlegungen zu ihrer Entwicklung. Meinen wir auch wirklich gerade Liebe oder doch eher Zuneigung, Verliebtheit, Lust oder Romantik? Egal wie man es sich zusammenlegt, so ist es doch auffällig, dass die Liebe auch in Sozialen Netzwerken und auf Plattformen immer größere Bedeutung findet. Es gibt einschlägige Plattformen auf denen Singles ihren Partner fürs Leben kennenlernen oder ein einmaliges Abenteuer finden können. Bereits beim ersten Blick auf das Profil sieht man was der Partner zu bieten hat, jedenfalls das was er mich sehen lässt. Interessen, Hobbies, Vorlieben, Beruf, alles was dazu gehört, sogar ein Foto.
Doch was wenn alles zusammen passt? Gibt es das perfekte Match basierend auf Fakten? Eva Illouz behandelt dies in ihrem Aufsatz, Die Einbildungskraft und das Internet. Die Einbildungskraft, welche nötig sei um den Gegenüber idealisieren zu können wird geschwächt, weil ich bereits zu viel von ihm weiß. Er wird gewisserweise entmystifiziert. Zudem fehlt die körperliche, sinnliche Begegnung, die mich Attribute wie Sexyness erkennen lässt.
Ich kenne niemanden der sich bisher auf einer Partnerseite angemeldet hat oder es zumindest zugegeben hat. Dennoch spielen soziale Netzwerke eine große Rolle und man schreibt sich zunächst hin und her und trifft sich anschließend. Manchmal gibt es die große Enttäuschung und manchmal ist man über die vorangegangene Filterung froh und es läuft besser als man es vermutet hätte.
Die erste Kontaktaufnahme meines Freundes, der dieselbe Schule wie ich besucht hatte, aber eine Stufe über mir war, erfolgte vor 5 Jahren per Myspace. Haha, super sweet!